FAQ – Häufig gestellte Fragen

Akupunktur

Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur, 针灸 Zhen Jiu, ist eine aus China stammende Therapieform. Grabfunde aus der Zeit vor etwa 6000 Jahren zeigen, dass die Menschen schon damals Steinsplitter gebrauchten um schmerzende Körperstellen zu stechen. Später wurden auch Knochen, Fischgeräte und Bambussplitter verwendet. In einem der wichtigsten Grundlagenwerke der chinesischen Medizin, dem Buch des Gelben Kaisers der inneren Medizin (ca. 300 v.Chr.) wurden etwa 160 Akupunkturpunkte und Indikationen für ihre Anwendung beschrieben. Das macht die chinesische Medizin zu einem der ältesten Medizinsysteme der Welt.
Die Akupunktur ist die gezielte therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über spezifische Punkte an der Körperoberfläche, bekannt als Akupunkturpunkte. Im Mittelpunkt der TCM steht die Vorstellung einer im Körper fließenden Energie, dem Qi, auf deren Wirkung alle Lebensäußerungen beruhen. Diese Energie fließt entlang der 12 paarigen und 2 unpaaren Hauptleitbahnen, den sogenannten Meridianen. Jeder der 12 Meridiane wird einem Organsystem zugeordnet, wobei die Bezeichnungen wie Leber oder Milz nicht mit der westlichen Organlehre in Zusammenhang stehen, sondern Funktionskreise bezeichnen. Durch das Einstechen der Nadeln an den über 360 Akupunkturpunkten wird die Qi-Zirkulation ausgeglichen und bestimmte Organsysteme angeregt oder gemäßigt. Für die klassische Akupunktur ist es unabdingbar, dass eine an Traditioneller Chinesischer Medizin orientierte Diagnostik zugrunde liegt.
Bei der Behandlung werden die entsprechenden Akupunkturpunkte, die meist entlang der Meridiane liegen, durch einen sanften Reiz mit Akupunktur-Nadeln aktiviert. Die Akupunkturpunkte stehen mit einzelnen Organen und Organfunktionen in Beziehung. Durch den Reiz werden die den Akupunkturpunkten zugeordneten Organe durch Regulierung von Qi zur Selbstheilung angeregt. Bei der Akupunktur wird also nicht das erkrankte Organ direkt behandelt, sondern der Meridian bzw. Akupunkturpunkt, dem das Organ zugeordnet ist.
Obwohl Akupunktur oft in ihrer Anwendbarkeit bei der Schmerztherapie beschrieben wird, kann sie tatsächlich bei einem breiten Spektrum von Krankheiten eingesetzt werden. Nach der traditionellen chinesischen Philosophie ist unsere Gesundheit abhängig von der Energie die den Körper motiviert, bekannt als Qi, das sich ausgeglichen und sanft durch die Energieleitbahnen unterhalb der Haut bewegen soll. Qi besteht aus gleichen und gegensätzlichen Qualitäten – Yin und Yang – und wenn diese in einen Zustand des Ungleichgewichts geraten, kann Krankheit die Folge sein. Durch das Einstechen von feinen Nadeln in die Energieleitbahnen, können körpereigene Heilkräfte stimuliert werden und so helfen, die natürliche Balance wieder zu erlangen. Der Fluss des Qi kann von verschiedensten Faktoren gestört werden. Diese sind z.B. Nervosität, Stress, Ärger, Angst oder Trauer, falsche Ernährung, Wetter-Konditionen, erbliche Faktoren, Infektionen und Trauma. Das Hauptziel der chinesischen Medizin ist, den ganzen Menschen zu behandeln, um das Gleichgewicht zwischen den körperlichen und emotionalen und spirituellen Aspekten eines Individuums wieder herzustellen und nicht die isolierte Behandlung von einzelnen Symptomen.

Für wen ist Akupunktur?

Akupunktur ist geeignet für Menschen jeden Alters, auch für Kinder und Babys. Akupunktur ist eine schonende und sichere Therapieform. Sie kann auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden. Akupunktur eignet sich als Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzen. Akupunktur kann auch zum vorbeugen von Krankheiten und zur Erhaltung der Gesundheit angewandt werden und kann sehr gut mit schulmedizinischen Behandlungen kombiniert werden.

Kann die Akupunktur in der Schwangerschaft angewandt werden?

Akupunktur kann in der Schwangerschaft angewandt werden. Jedoch gibt es einige Punkte die nicht stimuliert werden sollten. Einige der “forbidden points” werden schon in den klassischen Texten erwähnt. Punkte die kontraindiziert sind: He Gu (Di4), Yin Bai (Mz1), San Yin Jiao (Mz6), Que Pen (Ma12), Jian Jing (Gb21), Shang Liao (Bl31), Ci Liao (Bl32), Kun Lun (Bl60), Zhi Yin (Bl67) und Punkte am Abdomen. Allgemein sollten die Nadeln nicht zu stark stimuliert werden. Ohrpunkte sind generell kontraindiziert und sollten nicht angewandt werden.
Akupunktur wird häufig zur Geburtsvorbereitung angewandt. Die Behandlung beginnt normalerweise ab der 36. Schwangerschaftswoche, in der Regel mit einer 50 bis 60-minütigen Sitzung pro Woche. Es sollten mindestens drei Behandlungen durchgeführt werden, üblich sind vier. Gemäss einer Studie der Frauenklinik Mannheim verkürzt Akupunktur die Geburtsdauer bei Erstgebärenden im Durchschnitt um 2 Stunden, da die Behandlung eine schnellere Reifung des Muttermundes und eine gezieltere Wehen Tätigkeit in der Eröffnungsphase bewirkt. Akupunktur wirkt zudem psychisch als auch physisch entspannend und schmerzlindernd.
Akupunktur kann auch zum Einleitung der Geburt angewendet werden.

Wie wird die Akupunktur durchgeführt?

Vor der Behandlung mit Akupunktur wird eine Diagnose anhand der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gestellt. Anhand dieser Diagnose wird dann die notwendige Akupunkturpunkt Kombination festgelegt.
Normalerweise liegt der Patient auf dem Behandlungstisch. Das Setzen der Nadel dauert ca. fünf Minuten, die Nadeln verweilen anschließend im Durchschnitt weitere 20 Minuten. Die Stichtiefe ist je nach Körperstelle unterschiedlich und kann von einem Millimeter bis mehreren Zentimetern betragen. Im Bereich der Einstichstelle sollte sich ein Wärme-, Schwere- oder Druckgefühl oder eine leichte Elektrisierung entwickeln. Dieses weist auf eine gute therapeutische Wirkung hin. Dieses Gefühl wird als „De-Qi“ bezeichnet.
Nach dem Setzen werden die Nadeln durch Drehen, Heben oder Senken manuell stimuliert. Oft wird die Akupunktur auch mit Moxibustion oder Elektro-Akupunktur kombiniert.

Wie fühlt es sich an?

Die meisten Menschen haben schon Erfahrungenacupuncture needle vs syringe mit Nadeln z.B. bei Injektionen und Bluttests gemacht. Akupunkturnadeln haben jedoch wenig Ähnlichkeit mit diesen, denn sie sind um ein vielfaches feiner und dementsprechend flexibel und biegsam. Beim einstechen der Akupunkturnadel wird oft ein Gefühl des Kribbelns, ein dumpfes leichtes Schmerzgefühl oder eine leichte Elektrisierung beschrieben. Während der Behandlung empfinden die meisten Patienten ein angenehmes Gefühl der Entspannung oder schlafen ein. Oft berichten die Patienten, dass sich nicht nur eine bestimmten Kondition verbessert hat, sondern dass sie auch mehr Energie, ein besseres Wohlbefinden und einen besseren Schlaf haben.

Werden Akupunkturnadeln wieder verwendet?

Nein. Es werden ausschliesslich sterile Einweg-Nadeln verwendet, die nach der Behandlung entsorgt werden. Damit kann jedes Ansteckungsrisiko ausgeschlossen werden.

Was geschieht bei der ersten Konsultation?

Die erste Konsultation dauert normalerweise länger als die darauffolgenden Sitzungen. Bei einem Erstgespräch wird zuerst Ihr genereller Gesundheitszustand eingeschätzt. Die Diagnose setzt sich aus vier klassischen Diagnosemethoden zusammen, der Befragung, der Betrachtung, dem Tasten und dem Hören und Riechen. Aus diesen vier Diagnosemethoden kann sich der Arzt ein Bild der Disharmonie machen. Sind genügend Informationen gesammelt, wird Ihre individuelle Therapie ausgewählt.

Wie oft werden Sie sich behandeln lassen müssen?

In der TCM wird jeder Mensch als einmalig betrachtet und daher hängt die Anzahl der erforderlichen Behandlungen vom individuellen Menschen ab. Eine Veränderung wird üblicherweise nach drei Konsultationen festgestellt. Normalerweise ist es empfehlenswert die Therapie wöchentlich, oder bei akuten Erkrankungen zweimal wöchentlich fortzusetzen. Manchmal können sich die Verbesserungen ziemlich dramatisch einstellen und nur ein oder zwei Sitzungen werden benötigt. Bei anderen Patienten, vor allem bei chronischen Erkrankungen, kann der Effekt anfangs eher subtil sein und die Behandlungsdauer kann sich dementsprechend über mehrere Monate erstrecken.

Sollten Sie Ihren Arzt/Ärztin informieren?

Wenn Sie bei Ihrem Arzt/Ärztin in Behandlung sind, ist es sinnvoll, dass Sie den Arzt/Ärztin informieren. Durch die Behandlung kann es eventuell möglich sein, dass bestimmte Medikamente mit der Zeit reduziert, oder sogar ganz abgesetzt werden können. Es ist jedoch wichtig, dass Sie immer Ihren Arzt/Ärztin konsultieren bevor Sie Ihre ärztlich verschriebene Medikation verändern.

Bei welchen Beschwerden kann Akupunktur eingesetzt werden?

Die WHO stellte folgende Liste von Krankheiten auf, für welche eine Akupunkturbehandlung indiziert sind.

Neurologische Erkrankungen:

  • Migräne
  • Cephalgie (Kopfschmerzen)
  • Trigeminusneuralgie
  • Facialisparese (Gesichtslähmung, Frühstadium, am effektivsten innerhalb 3 bis 6 Monaten)
  • Paresen nach Apoplexia cerebri (Lähmung nach Schlaganfall)
  • Herpes zoster (Gürtelrose)
  • periphere Neuropathien (Nervenschmerzen)
  • Poliomyelitislähmung (Kinderlähmung, Frühstadium, am effektivsten innerhalb 6 Monaten)
  • Morbus Meniere (Drehschwindel, Ohrgeräusche)
  • Neurogene Blasendysfunktion (Blasenentleerungs-Störung, Blasenschwäche)
  • Enuresis nocturna (Bettnässen)
  • Interkostalneuralgie
  • Restless-Leg-Syndrom

Orthopädische Erkrankungen:

  • Lumbalgie, Ischialgie (Rückenschmerzen)
  • Cervicobrachialsyndrom (Schulter-Arm-Syndrom)
  • Periarthritits humeroscapularis (Schulterschmerzen)
  • Tennis- Golfellenbogen
  • Osteoarthritis, Rheumatoide Arthritis (Gelenkentzündung)

Gastrointestinale Erkrankungen:

  • Obstipation (Verstopfung)
  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Krämpfe des Oesophagus und des Mageneinganges
  • Singultus (Schluckauf)
  • Gastroptosis (Magensenkung)
  • akute und chronische Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Hyperacidität des Magens (Magenübersäuerung)
  • akutes Ulcus duodenale (Zwölffingerdarm-Geschwür)
  • akute und chronische Kolitis (Dickdarmentzündung)
  • akute bakterielle Dysenterie (Ruhr, Durchfall)
  • Darmparalyse (Darmverschluss)

Respirationstrakt (Obere Luftwege):

  • akute Sinusitis (Nasennebenhölenentzündung)
  • akute Rhinitis (Schnupfen)
  • grippaler Infekt
  • akute Tonsillitis (Mandelentzündung)

Bronchopulmonale Erkrankungen (Untere Luftwege):

  • akute Bronchitis
  • Asthma bronchiale (besonders effektiv bei Kindern und Patienten ohne andere komplizierte Krankheiten)

Herz / Kreislauf:

  • Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen)
  • Hypertonie (Hoher Blutdruck)
  • Hypotonie (Niedriger Blutdruck)
  • Durchblutungsstörungen
  • Krampfadern

Gynäkologie:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Schwangerschaftsbeschwerden
  • Beschwerden im Klimakterium (Wechseljahrbeschwerden)
  • Geburtsvorbereitung
  • Sterilitas (Unfruchtbarkeit)

Psychische Erkrankungen:

  • Depression
  • Erschöpfungszustände
  • Insomnie (Schlafstörungen)
  • Unruhezustände

Hauterkrankungen:

  • Akne vulgaris
  • Urtikaria (Schuppenflechte)
  • Neurodermitis
  • Atopisches Ekzem
  • Urtikaria (Nesselfieber)
  • Herpes simplex

Augenerkrankungen:

  • akute Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung)
  • Retinitis (Netzhautentzündung)
  • Myopie (Kurzsichtigkeit, bei Kindern)
  • Katarakt (Grauer Star)
  • Makuladegeneration

Erkrankungen der Mundhöhle:

  • Zahnschmerzen
  • Schmerzen nach Zahnextraktion
  • Gingivitis (Mundschleimhautentzündung)
  • akute und chronische Pharingitis (Rachenentzündung)

Sonstiges:

  • Allergie
  • Pollinose (Heuschnupfen)
  • Therapiebegleitung bei Krebs, Nikotin- und Arztneimittelentwöhnung

 

Die TCM hat ihrer eigenen Diagnostik und ist eigentlich nicht auf die westlichen Krankheitsdefinitionen ausgerichtet. Deshalb ist es schwierig, eine abschliessende Liste über Krankheiten/Beschwerden zu machen, die mit Akupunktur/TCM behandelbar sind.

Ist Akupunktur sicher?

Akupunktur ist, wenn durch entsprechend geschulte Therapeuten/innen ausgeführt, eine sehr sichere Therapieform. Die verwendeten Nadeln bestehen aus hochwertigem Edelstahl, sind steril und werden nach einmaliger Verwendung entsorgt.

Welche Risiken bestehen durch die Behandlung?

Bei richtiger Anwendung hat die Akupunktur nahezu keine Nebenwirkungen. Als Reaktion auf die Nadelung kann es zu einer Hautrötung kommen. Diese vergeht jedoch im Verlauf weniger Stunden. Bei länger andauernder Rötungsreaktion und verbleibenden Schmerzen an der Einstichstelle muss an eine Infektion gedacht werden. Das Hauptrisiko der Nadelakupunktur stellt die Infektion an der Einstichstelle dar.
Es besteht auch ein geringes Risiko, dass mit der Akupunkturnadel ein Blutgefäß verletzt wird. Aus diesem Grund sollte bei dauerhafter Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten oder dem Vorliegen einer Blutgerinnungsstörung von der Durchführung der Akupunktur abgesehen werden.
Eine Kreislaufreaktion auf den Einstich, besonders bei empfindlichen Personen, kann man meist dadurch vermeiden, dass der Patient während der Behandlung liegt.
Bei schwangeren Patientinnen besteht die Gefahr einer Wehen Auslösung. In diesem Fall sollten Stiche über Bauch und Rücken vermieden werden. Es gibt allerdings auch eine spezielle Akupunktur, die bei Schwangeren gegen Ende der Schwangerschaft durchgeführt wird und die einen positiven Einfluss auf die Geburt hat.
Bei der Elektroakupunktur müssen Vorerkrankungen des Herzens unbedingt berücksichtigt werden.

Welche Arten von Akupunktur gibt es?

Neben der klassischen Körperakupunktur gibt verschiedene Arten von Akupunktur, manche bauen auf den Akupunkturpunkten auf z.B. Elektro-Akupunktur oder Jin`s drei Nadeltechnik. Andere Formen haben ihre eigenes Mikrosystem wie die Ohrakupunktur, Handakupunktur, Mundakupunktur, Bo`s Bauch Akupunktur Methode, die 9 Paläste Akupunktur oder die verschiedenen Schädel Akupunktur Systeme.

Chinesische Arzneimittel

Welche Arzneimittel werden verwendet?

In Asien wurden rund 13’000 Arten für den medizinischen Gebrauch dokumentiert. Nebst pflanzlichen Mitteln kennt die TCM rund 1000 tierische und 100 mineralische Stoffe. Im Praxisalltag wird meist mit 150-250 Einzelarzneien gearbeitet. Die Firmen, die Arzneimittel in der Schweiz verkaufen, testen die Arzneimittel nach strengsten Kriterien auf ihre Reinheit und Identität. Einige zwar gebräuchliche, jedoch ethisch unverantwortbare Mittel werden nicht verkauft. Ebenso Mittel, die auf der Artenschutzliste stehen, sofern sie nicht in kultivierter Form und mit entsprechenden Handelszertifikaten (CITES = Convention on International Trade of Endangered Species) verkauft werden.

Sind chinesische Arzneimittel sicher?

Die Firmen in der Schweiz, die chinesische Arzneimittel importieren, prüfen die Identität, Qualität und Wirksamkeit der Arzneimittel. Die organoleptische, mikroskopische, makroskopische und chemische Identitätsbestimmung von chinesischen Heilpflanzen stellt den wichtigsten Bestandteil der Qualitätskontrolle von chinesischen Arzneimitteln dar. Alle Untersuchungen zur Reinheitsbestimmung werden anhand der offiziellen EU-Normen oder allgemein gültigen Grenzwerten durchgeführt.

Wie bereitet man chinesische Arzneimittel zu?

Es gibt verschiedene Zubereitungsformen. Die meisten Patienten in der Schweiz bevorzugen bereits präparierte Kräuterrezepte. Diese werden als Granulat, zu Pillen gepresst oder als hydrophiles Konzentrat eingenommen.
Kräuterrezept mit Rohdrogen müssen in der Regel für eine Stunde gekocht werden. Einige spezielle Kräuter müssen länger oder weniger lang gekocht werden.

Der Kochvorgang in Schritten:

  1. Die Rohdrogen für 60min in kaltes Wasser eingelegen. Die Wassermenge richtet sich nach der Menge der Kräuter (ca. 1,5 Liter).
  2. Die eingeweichten Kräuter werden erhitzt bis das Wasser sprudelt.
  3. Danach den Herd auf die kleinste Stufe stellen und noch 20-30 min köcheln lassen.
  4. Den Sud entnehmen.
  5. Die Kräuter wieder mit Wasser übergiessen und ein weiteres Mal für 20-30 min kochen.
  6. Den Sud entnehmen.
  7. Beide Sude mischen.

Diese Menge reicht für einen Tag.

Wie schmecken chinesische Arzneimittel?

Die Kräuter schmecken nicht sonderlich gut. Meistens sind sie ziemlich bitter, aber man gewöhnt sich daran.

Wie hoch dosiert man chinesische Arzneimittel?

Die Dosierung wird vom Therapeuten individuell angepasst.

Wie werden chinesische Arzneimittel eingenommen?

Generell werden chinesische Kräuter zwei bis dreimal pro Tag eingenommen. Die Kräuter sollten 30-60 min nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Kann es Nebenwirkung beim Einnehmen der Arzneimittel geben?

Bei richtiger Verschreibung ist die Einnahme der Arzneimittel in der Regel ohne Nebenwirkungen. Am Beginn der Einnahme von chinesischen Arzneimitteln kann es selten zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Völlegefühl, Blähungen oder geringer Übelkeit kommen. Nach einigen Tagen reguliert sich die Verdauung in den meisten Fällen von selbst. Sollte es trotzdem zu Nebenwirkungen kommen, informieren Sie den Therapeuten.

Können chinesische Arzneimittel mit rezeptpflichtigen Medikamenten eingenommen werden?

Wenn Sie bei Ihrem Arzt/Ärztin in Behandlung sind, ist es sinnvoll, dass Sie den Arzt/Ärztin informieren. Durch die Behandlung kann es eventuell möglich sein, dass bestimmte Medikamente mit der Zeit reduziert, oder sogar ganz abgesetzt werden können. Es ist jedoch wichtig, dass Sie immer Ihren Arzt/Ärztin konsultieren bevor Sie Ihre ärztlich verschriebene Medikation verändern. Generell sollten mindestens 90 Minuten zwischen Einnahme von westlichen und chinesischen Arzneimitteln liegen.

Können chinesische Arzneimittel in der Schwangerschaft angewandt werden?

Es gibt viele Arzneimittel, die problemlos während der Schwangerschaft eingenommen werden können. Es gibt aber auch Kräuter, die während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden sollten. Einige Arzneimittel können sehr effektiv zur Behandlung von Übelkeit und anderen Problemen während der Schwangerschaft eingesetzt werden.
Informieren Sie auf jeden Fall Ihren Therapeuten über eine mögliche Schwangerschaft.