Reis-Congee zum Frühstück

Das Grundrezept

Reis-Congee oder Porridge (粥 Zhōu) wird in China traditionell zum Frühstück gegessen. Der Reisbrei wird lange gekocht und ist dadurch besonders leicht verdaulich und bekömmlich.

Aus Sicht der TCM stärkt Congee Milz und Magen, unterstützt die Verdauung und nährt das Qi (Energie) und die Körpersäfte. Mehr zur chinesischen Diätetik und zur Bedeutung von Qi in der TCM.

Congee eignet sich besonders bei einem empfindlichen oder geschwächten Verdauungssystem, beispielsweise bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall oder Übelkeit. Auch bei Müdigkeit und Schwächegefühl kann es unterstützend eingesetzt werden, insbesondere wenn eine geschwächte Verdauung im Vordergrund steht.

Für die Zubereitung werden Reis und Wasser im Verhältnis 1:10 verwendet. Der Reis wird auf niedriger Temperatur lange gekocht, bis ein weicher, cremiger Brei entsteht. Je länger der Reis gekocht wird, desto weicher und cremiger wird das Congee.

Zubereitung des Congee:

  • Reis waschen
  • Reis und Wasser in einen großen Topf geben
  • zum Kochen bringen
  • auf der niedrigsten Stufe zugedeckt köcheln lassen (mindestens eine Stunde)
  • zwischendurch umrühren damit der Brei nicht anbrennt (bei Bedarf mehr Wasser hinzuzufügen)
  • Optionale Zutaten

    Je nach Geschmack und individueller Konstitution können dem Congee verschiedene Zutaten beigefügt werden.

    Rote Datteln – stärken Qi und Blut.
    Ingwer – vertreibt Kälte, wärmt und stärkt Magen und Darm, löst Stagnationen und harmonisiert den Qi-Fluss.
    Fenchel – wärmt und stärkt die Milz und beruhigt den Magen.
    Lauch – stärkt das Nieren-Yang, regt das Leber-Qi an und fördert die Durchblutung.
    Honig – befeuchtet die Lunge und den Darm und stärkt die Milz.
    Salz – löst Verhärtungen und stärkt die Nieren.
    Kardamom – wärmt die Milz, entfeuchtet und regt die Qi-Zirkulation an.
    Frühlingszwiebel – vertreibt Kälte aus dem Magen, stärkt das Nieren-Yang und entfeuchtet.
    Kürbis – stärkt Qi und Blut, stärkt die Milz und entfeuchtet.
    Süsskartoffel – stärkt die Milz und das Qi und nährt das Yin.
    Sellerie – stärkt Magen und Milz, senkt Leber-Yang, beruhigt inneren Wind und entfeuchtet.
    Karotten – stärken Nieren-Yang und Milz-Qi und nähren das Blut.
    Mungobohnen – stärken Qi und Blut, stärken das Yin und trocknen Feuchtigkeit.
    Petersilie – nährt das Blut und stärkt Leber und Magen.
    Schwarzer Sesam – stärkt und nährt Qi und Blut, stärkt Nieren und Leber und befeuchtet.
    Feigen – befeuchten Lunge und Dickdarm und stärken und harmonisieren Milz und Magen.
    Äpfel – stärken Qi und Blut, befeuchten die Lunge und harmonisieren die Verdauung.
    Birnen – wirken kühlend, bauen Körpersäfte auf und lösen Schleim.

    Variationen

    Je nach Geschmack und individueller Konstitution kann Congee mit verschiedenen Zutaten ergänzt werden. Anstelle von Wasser kann auch Hühner- oder Gemüsebrühe verwendet werden.

    Congee vorbereiten

    Congee kann gut in einer grösseren Menge zubereitet werden. Es lässt sich im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag wieder erwärmen. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, da der Reisbrei beim Abkühlen noch eindickt.

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